· 

Weiße Magie – Schwarze Magie

Das Geheimnis vom Bewussten Handeln

Im Grunde sind unsere Wesensglieder Physisch-ätherischer Leib, Astralleib und unser Ich darauf ausgerichtet, dass wir uns in die kosmisch geistigen Sphären hinein entwickeln. Denn die Erde und unsere stofflichen Körper sind nur ein Übergang innerhalb eines Entwicklungs-Prozesses, der zwischen einzelnen Zuständen wandelt. Ist ein stofflicher Entwicklungsprozess einmal abgeschlossen, entwickelt sich das Wesen in einen anderen höheren übersinnlichen Zustand. Auch unsere Erde ist ein solches Wesen und wird eines fernen Tages in ihrer Stofflichkeit wie wir sie heute kennen, verwandelt sein.

 

Im Wandel vom ätherisch-astralen Unbewussten zum geistigen Bewusstsein im irdischen Dasein als Mensch ist es von Bedeutung, nicht den sprichwörtlichen Boden unter den Füßen zu verlieren. Wir können uns sowohl im Licht der erdnahen Sphären - die den luziferischen Kräften anhaften -  wie auch im Dunkel der Materie, die in das Reich Satans (Ahriman) hineinverläuft, verlieren.

 

Womit hängt das zusammen und was hat das alles mit Magie zu tun?

 

Wir entwickeln uns zwischen Geburt und Tod zunächst im Seelenerleben (Astralleib), wobei das Ich das Bewusstsein zur eigenen Individualität widerspiegelt und sozusagen durch unsere Bewertungen und gefühlsbezogenen Urteile navigiert. Nur so orientieren wir uns im Erwachen zur äußeren Welt und können uns mit allem, was uns als individuelle spirituell geistige Wesenheit ausmacht, in die Weltenereignisse hineinstellen.

 

Dabei spielt das Ego eine wichtige Rolle. Es ist das irdische Ich mit dem wir zunächst alles auf uns selbst beziehen, um so nach und nach die Beziehung zur äußeren Welt herstellen zu können. Was will ich in der Welt ausrichten wenn ich nicht weiß, mit welchen individuellen Fähigkeiten und karmischen Beziehungen ich letzten Endes Einfluss nehmen kann auf die Weltenereignisse?

Im Seelenerleben liegt der Schwerpunkt zunächst auf das gefühlsmäßige Urteilen, denn auch Aspekte wie Wut oder Schmerz müssen wir in die Prozesse des Lebens einordnen können.

 

Später, wenn das Ich ausgebildet ist - etwa um das 21. Lebensjahr herum - brauchen wir diese Bewertungen aus dem Seelenerleben heraus nicht mehr. Was in unserem Dasein als kleines Kind noch durch göttliche Fügung in unser Leben hereingestellt wird, zieht sich im Verlauf der Entwicklung zum erwachsenen Menschen ins Kosmische zurück und muss dann vom ausgebildeten menschlichen Ich auf's Neue ergriffen werden. Die Rede ist hier vom wohl wichtigsten Element der menschlichen Wesensgliederung: dem Geist.

Der Geist ist somit nicht von vorneherein integrierter Anteil des Menschen wie unsere übrigen Leiber, sondern das Verbindungselement in die kosmischen Welten hinein. Er verbindet den Menschen mit dem übersinnlichen Teil seines  irdischen Ich und stellt ihn somit in den direkten göttlichen Schöpfungsprozess, in den jeder Organismus – vom kleinsten Lebewesen über die Planeten mit den jeweils dort entwickelten Wesenheiten, bis hin zu den Sonnensystemen und ihren kosmischen Räumen – einbezogen ist. Im Grunde sind wir Menschen nicht nur Teil der Schöpfung sondern von Beginn an auch Schöpfer von uns selbst gewesen.

 

Auf der Erde ist es nun so, dass, indem wir uns aus dem unbewussten Dunkel des Seelenerlebens hin zum Licht des Bewussten erheben, sich der Geist unseres kosmischen Ichs in unser irdisches Ich integriert und nach und nach, mit der Seele beginnend, alle Wesensglieder allmählich in geistige Organe umzuwandeln vermag.

Wir bewegen uns sozusagen auf einer unsichtbaren Achse, auf der wir uns mit unserem Ich, indem es geistig durchleuchtet wird, vom Astralleib weg ohne jedoch die Verbindung zu ihm zu verlieren. Es beginnt das Ich durch die Kraft des Geistes ein Eigenerleben. Wir bewerten das Leben ab dann nicht mehr aus abgeschlossenen Prozessen heraus sondern innerhalb seines Wandels. Die sinnlichen Eindrücke durch die Ereignisse im Außen sind dann nicht mehr nur Eindrücke, die in unsere Seele hineinwirken, sie sind gleichzeitig auch Willensimpulse, die uns zur Teilhabe an den Geschehnissen bewegen. Wir sind verbindendes Element in irdischen wie gleichermaßen geistig kosmischen Prozessen. Wir sind uns dann uns unseres Schöpfer-Seins bewusst.

 

Was vorher vereinzelt und in bestimmten Lebensmomenten geeint in unserem Denken, Fühlen und in unserem Willen gewirkt hat, ist im Wesentlichen nun auf Dauer miteinander verbunden. Diese Trinität ist jetzt Einheit geworden und wir können von dieser geistigen höheren Ebene unseres Ich-Erlebens aus wirkend, immer wieder zu dieser Einheit zurückfinden. Dieses Bild wird nur dann unvollkommen oder gestört, wenn wir aus bestimmten Gründen, die in den karmischen Gegebenheiten unserer Vergangenheit liegen, im Seelischen verharren.

In den unteren Bereichen des Astralischen wirkt das Unbewusste, das Abgespeicherte im Lebensleib, das der Ätherwelt anhaftet. Ein prägnantes Beispiel für eine derartige Anhaftung ist das Trauma.

 

Wann beginnt nun Magie? Dann, wenn wir aus dem geistigen Ich-Erleben – dem wahren Ich-Erleben – heraus bewusst Einfluss nehmen können auf unser Schicksal. Hier macht sich nämlich gleichzeitig auch das schöpferische Ur-Prinzip bemerkbar, indem wir somit auch bewussten Einfluss auf andere Menschen und Ereignisse  nehmen können.

Magie bedeutet somit nichts anderes, als von allen Ebenen des menschlichen, des irdischen und kosmisch geistigen Wirkens aus genauesten zu wissen, was und warum man es tut im Zusammenhang mit anderen lebenden Wesenheiten und den geistigen Gegebenheiten.

Die Handlungen eines Magiers erfolgen idealerweise  immer aus der genauesten (Er-)Kenntnis der kosmischen Gesetzmäßigkeiten heraus, in die konsequenterweise auch die eigene geistige Wesenheit mit einbezogen ist. Alles ist in dieses Wissen und die Handlungen, die aus ihm heraus resultieren, einbezogen.

 

Wann werden diese Handlungen nun in das Schwarz-Magische hineingezogen? 

Dann, wenn ich aus bewusstem Eigennutz handle. Besonders verführerisch ist die schwarzmagische Handlung für Menschen, die in der Hierarchie der irdischen Organisation machtvolle Positionen haben, insbesondere wenn die äußeren Gegebenheiten diesem Handeln zuspielen. 

Der Schwarzmagier ist genauso ein Eingeweihter wie der Weißmagier, nur dass er dieses Wissen für seine eigenen irdischen Zwecke missbraucht. Und er handelt nicht aus reinem geistigem Impuls sondern von ihm ausgehend aus seelisch bewegten  Impulsen.  Indem er geistiges Wissen nutzt, zieht er den Geist in Anteilen in seine Seele, wo dieser jedoch auf die Handlungen bezogen keine Wirkung mehr hat. Es wirkt dann die Bewusstseins-Seele im Astralleib – die eigentlich das Tor in die geistige Wesenheit des Menschen bildet –  in umgekehrter Weise in die unteren Regionen des Astral- und Ätherleibes.

 

Was passiert nun wenn ich der dunklen Macht verfalle. Ich werde mit meinem Ich-Erleben in den eigenen Astral- und Ätherleib zurückgeworfen und sprichwörtlich in die Materie zurückgedrängt, in der besonders mächtig der Satan hineinwirken kann. Satan, oder Ahriman, ist der unangefochtene Herr und Meister der Materie, wenn ihr geistiger Ursprung nicht erkannt werden möchte. Ganz besonders deutlich zeigt sich beispielsweise der Einfluss des Ahriman in der unstillbaren Gier nach irdischen Reichtümern oder im geistlosen Forschen in materialistischen Wissensgebieten. 

Indem ich in meinem bewussten Ich-Erleben in die Materie hineingedrängt werde breitet sich eine unerträgliche seelische Leere in mir aus, da der geistige Schöpfungsprozess, der ja immer in Verbindung mit dem kosmischen All-Seins steht, unterbrochen ist. Das bedeutet, ich kann mich nicht mehr im lichten Antlitz meiner wahren geistigen Abstammung in anderen Menschen spiegeln sondern nur in ihren Schatten, dort wo mächtige alte Widersacherkräfte wirken, die sich von Schmerz und Angst ernähren. Nur durch die Angst und durch erlebtes Leid anderer Seelen kann ich als schwarzer Magier diese eigene Seelen-Leere füllen.

Das macht schwarze Eingeweihte so gefährlich, denn im Wissen um diese geistigen Zusammenhänge wissen sie auch die Menschen zu manipulieren, deren Unbewusstheit und Blindheit zu den kosmischen und eigenen geistigen Kräften sie für ihren Machterhalt und auch für ihre Machterweiterung zu nutzen und gnadenlos zu missbrauchen wissen.

 

Man muss sich klarmachen in diesem Umstand, dass es einen Unterschied ausmacht, ob ich mich aus naiver Unwissenheit oder aus tiefem  bewussten Wissen zu den geistigen Gesetzen heraus, für dunkle Taten entscheide. In diese dunklen Handlungen müssen immer andere Menschen mit involviert sein, da sich der schwarze Magier ohne kosmische Anbindung nicht mehr selbst in seinem Denken und Handeln zu spiegeln weiß. Er ist nun selbst Schatten und Dunkelheit geworden und seine Impulse zum Handeln ist der unstillbare Durst nach Vollendung in die Materie hinein. Und um diesen Durst zu stillen, braucht er Menschen, die selbst Schatten ihrer selbst sind und die unbewusst zu den geistigen Zusammenhängen in ihrem Leben stehen. Die sich verführen lassen durch liebliche Worte ohne geistiger Nachhaltigkeit, vom Glanz irdischer Güter, die in der geistigen Welt niemals Bestand haben werden.

Da der Durst nach diesen materialistischen Bedingungen, aus denen der kosmische Geist bewusst herausgenommen wurde, bei Täter und Opfer gleichermaßen unstillbar bleibt, bilden sich ganze Systeme, in denen dieser Kreislauf von Nehmen und Sich-Holen manifestiert ist. In diesem System haben Menschen mit kosmischer Anbindung und in deren Ich-Erleben nur das Geben in bedingungsloser Liebe möglich ist, einen schweren Stand und sind, um es gelinde auszudrücken, gar nicht gerne gesehen. 

 

Während der weiße Magier sich dem geistigen Leben widmet und dafür den Tod seines irdischen Ichs in Kauf nimmt, „muss“ der schwarze Magier dieses geistige und oft  auch das  physisch-ätherisch-astrale Leben um sich herum vernichten um mit diesen verwandelten Kräften seine verdunkelten Wesensglieder für Momente zum Leuchten zu bringen.  Nur so glaubt er seine Macht in die Materie hinein festigen und seinen Machtbereich erweitern zu können.

Diese Überwindung des Lebens spiegelt sich auch in seinen Riten wider, die immer mit unsäglichem Schmerz, Angst und Qual verbunden sind. Reine Kinderseelen wirken besonders anziehend auf diese menschlichen dunklen Wesenheiten, da besonders in ihnen noch direkt der göttliche Geist aus dem Kosmischen wirkt. Aus geistiger Sicht leuchten diese Kinderseelen wie funkelnde Irrlichter in jener dunklen kalten und tödlichen Welt der schwarzmagischen Eingeweihten.

Das sind furchtbare Wahrheiten, die die unbewusste menschliche Seele zu Recht ängstigen. Gleichzeitig bezeugen sie aber die kosmischen Gegebenheiten, in die der Mensch hineingestellt wurde um sich seines eigenen freien Willens bewusst zu werden. An diesen Gegebenheiten bemessen wir ganz genau unsere Bestimmung nach jener Glückseligkeit des innerlich befreiten göttlichen Wesens, in dem wir unsere Aufgaben als schöpferische Kinder Gottes wahrnehmen können.

 

Nur im Bewusstsein zu uns selbst und zu dem geistigen Licht sind wir ohne Angst und können allen dunklen und dunkelmagischen Kräften entgegenwirken. Warum das so ist, liegt in der Natur des Göttlichen All-Seins, dessen Sphären letzten Endes in einem einzigen Kosmos unendlichen Lichtes bedingungsloser Liebe vereint gesehen werden kann. In diesem unendlichen geistigen Lichtraum erscheint die dunkelste und mächtigste Widersacherkraft wie ein unsichtbar kleiner Punkt. Dieses Licht kosmischen Bewusstsein vermag sich auch in uns  und um uns herum auszubreiten - durch unser vom Geist der Erkenntnis durchwirkten Ich, für das vor allem auf der Erde sich der Christus-Impuls seit gut 2000 Jahren verantwortlich zeichnet. Er ist die Verbindung zwischen den Welten in deren Mittelpunkt wir Menschen gestellt sind - von wo aus wir uns nach allen Seiten hin ausdehnen können, in niemals enden wollender schöpferischer Liebe. 

 

Aktuelle Termine


NÄCHSTE AUFSTELLUNG

Termine folgen

NÄCHSTER OFFENER ABEND

Termine folgen

NÄCHSTER WORKSHOP:

Termine folgen

Veranstaltungen aktuell

Termine folgen